Aus Spanien Pago de Carraovejas - Ribera del Duero

Vom Sommelier zum Winzer

Die Familie Ruiz Aragoneses

Familie Ruiz Aragoneses Pago de CarraovejasDie Geschichte dieses Weinguts beginnt mit einer der wichtigsten Figuren der spanischen Weinszene. José Maria Ruiz war der Vertreter Spaniens bei der ersten Sommelier-Weltmeisterschaft in Mailand 1971 und erreichte einen sehr respektablen fünften Platz. Die spanische Gastronomie-Szene war in den 70ern noch lange nicht international anerkannt wie heute und dieser Erfolg bedeutete viel auf nationaler Ebene. 1982 konnte er sich seinen ersten Traum erfüllen. Er eröffnete in seiner Heimatstadt Segovia das Restaurante El Mesón de José Maria, wo man das vielleicht beste Spanferkel der Welt serviert bekommt. Natürlich wurde auch dem Wein wurde besondere Aufmerksamkeit zuteil. Das Restaurant lief so gut, dass er sich Ende der 80er den zweiten Traum erfüllen konnte, das Weingut Pago de Carraovejas (unten im Bild) in der aufstrebenden Region Ribera del Duero.

Pago de Carraovejas

Der Stern der Ribera del Duero war gerade aufgegangen, es war Spaniens Rotweinregion en vogue, Gründerzeit für Winzer, lange noch nicht konsolidiert wie heutzutage. Bei Peñafiel fand José Maria mit der Finca Carraovejas eine Lage die geologisch und klimatisch ideal für sein Ziel war: Den perfekten Rotwein für kraftvolle spanische Gerichte wie sein ruhmreiches Spanferkel zu machen. Er startete er mit 25 Hektar, 1991 kam der erste Jahrgang auf die Flasche, es wurden 

Weingut Pago de Carraovejas

aber nur 70000 kg eingefahren. Eine sehr geringe Ernte, die den Qualitätsanspruch unterstreicht. Es wurde auf vorwiegend auf Tempranillo gesetzt, dazu Cabernet Sauvignon und Merlot gesetzt, also kein verstockter Purismus, keine forciert internationale Ausrichtung, sondern eben durchdachtes Qualitätsstreben, das sich bewährt hat. Mittlerweile bewirtschaftet die Familie 200 ha Fläche und stellt ca. 850 000 Flaschen her. Mit dem 2015er Jahrgang hat man das traditionelle spanische System Crianza/Reserva in ein burgundisches Terroirprinzip umgewandelt. Dabei ist es aber nicht so, dass jede Parzelle einzeln ausgebaut wird und dann es dann von 20 verschiedenen Weinen jeweils nur einige wenige Flaschen gibt. Das Portfolio ist klar und übersichtlich: Der wichtigste Wein bleibt der "Village"-Wein Pago de Carraovejas, nun ohne Unterscheidung in Crianza oder Reserva. Nur zwei sehr unterschiedliche Parzellen werden in außergewöhnlich guten Jahren getrennt ausgebaut, der elegante und filigrane el Añejon und der kraftvolle Cuesta de las Liebres.


Was gefällt mir an den Weinen?

Portrait Michael LiebertJosé Maria hat seine äußerst erfolgreiche Karriere als Sommelier begonnen und ist immer noch ein Vollblut-Gastronom. Als Kollege liebe ich es, dass die Weine von Carraovejas und Ossian immer in Verbindung mit gutem Essen gedacht werden. Sie sind kraftvoll, fruchtig und elegant. Man hat hier ein großes Stück spanischer Tischkultur vor sich. Holen Sie einfach einen rustikalen Schweinebraten aus dem Ofen und schenken Sie die Gläser ein!

Euer Michael Liebert

 

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Michael Liebert von Michael Liebert 99 Punkte
Pago de Carraovejas 2016
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