Aus Italien Lornano - Toskana

 


LORNANO - Chianti Classico mit Gallo Nero, bereits seit 1924

Gründungsmitglied des Gallo Nero (schwarzen Hahn)

Wer kennt ihn nicht den Schwarzen Hahn (Gallo Nero), das Wahrzeichen des Chianti Classico? Damals, 1924 war es ein großer Schritt. Ein paar Winzer aus dem heutigen Chianti Classico gründeten einen Verein, um mit einem Zeichen auf der Flasche, dem Konsumenten eine richtig gute Qualität zu garantieren. Das Zeichen war der Schwarze Hahn, die Qualität wurde durch ein strenges Regelwerk garantiert. Enrico Taddei der Gründer von Lornano, war 1924 auch einer der Gründungsväter dieser Vereinigung. Lornano zählte zu den besten Weingütern des Chianti Classico. Danach kam der Niedergang. Die nächste Generation hat nur von der Substanz gelebt und die Trauben einfach bei der Genossenschaft abgeliefert.



Lornano - die alte Villa liegt noch im Dornröschenschlaf

Die alte Villa mit ihrem Park mitten in dem kleinen Ort Lornano liegt noch im Dornröschenschlaf. Wenn Geld da war, hat man in den Keller investiert und in die Weinberge. Anfang der 90er Jahre hat man begonnen die Weinberge Stück für Stück neu zu pflanzen. Bessere Klone, mehr Rebstöcke pro Hektar und was sonst noch notwendig ist, um Top-Qualtitäten zu keltern. Nach Jahrzehnten im Dornröschenschlaf, haben der Enkel des Gründers von Lornano und vor allem der Urenkel Nicolo das Weingut wieder auf Erfolgsspur gebracht. Lornano liegt in der südwestlichsten Ecke des Chianti Classico, direkt an der Grenze zum Chianti Senesi. Von Lornano - das Dorf heißt genauso wie das Weingut - ist es nicht weit nach Siena und nur ein Katzensprung nach Monteriggioni, einem alten mittelalterlichen Festungsanlagen, oben auf einem Hügel. Ein paar der alten Häuschen der Weinbergsarbeiter sind jetzt zu schönen Appartment umgebaut, in die man sich als Gast einmieten kann.

Was gefällt mir an den Weinen?

Nicolo ist ehrgeizig. Er will, dass Lornano wieder zu den Top-Weingütern zählt. Und er hat ja recht, die Lage von Lornano ist der Traum, ein absolutes Vorzeige-Weingut. Und mit Matteo dem Sohn von Franco Bernabei haben sie sich einen der besten Önologen ins Haus geholt. Einzig bei den Preisen, da ist man immer noch erstaunlich bodenständig. Durchweg ein fantastisches Preis-Genuss-Verhältnis.

Euer Michael Liebert


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