Aus Italien Felsina - Toskana

Die Geschichte

Wir schreiben das Jahr 1966: Domenico Poggiali nahm seinen ganzen Mut zusammen und kaufte das Anwesen von Felsina. In einer Zeit, in der die Weingüter in der Toskana schwer zu kämpfen hatten. Er wollte große Weine machen und hat investiert. Seine wichtigsten Investitionen waren aber nicht die Gebäude und der Keller. Domenico Poggiali hatte ein Gespür für Menschen, die etwas bewegen können. Er engagierte er den jungen Önologen Franco Bernabei und lies Giuseppe Mazzocolin, dem Weingutsleiter, von Anfang an viel Freiraum, auch wenn dieser mit seiner humanistischen Ausbildung etwas fachfremd war. Die beiden entwickelten sich zum Dream-Team der 90er Jahre. Mit dem Eintritt der Söhne des Gründers gab es den nächsten Schub für das Weingut. Auch Franco Bernabei wird in zwischen von seinen Söhnen Marco und Matteo unterstützt.

Die Lagen - die Landschaft - Bio

Die Lagenkarte von FelsinaFelsina ist ein großes Langgut mit fast 600 Hektar Grund. Das meiste ist Wald und Wildnis. Dann kommen die Olivenhaine und dann erst der Wein. Aber so konnte man sich seit den 70er Jahren immer wieder überlegen, welche Lage sich besonders für den Weinbau eignet. Und die geologische Vielfalt ist hier im südöstlichen Eck des Chianti Classico beachtlich. Das Weingut Felsina bzw. der Ort Berardenga liegen in den Ausläufern der Hügel des Chianti, direkt am Übergang zur Crete, die weltberühmte Landschaft der Toskana mit ihren wogenden Weizenfeldern.

Seit dem 07. März 2015 ist es offiziell. Felsina wird sich als Bio-Weingut zertifizieren lassen. Man hat schon immer sehr naturnah gearbeitet und so freut man sich in der Mannschaft, das Weingut endgültig auf ökologischen Anbau umzustellen.

Was mir an Felsina gefällt

Für mich war Felsina immer ein Traum. Den ersten Fontalloro, den ich im Glas hatte, war der 1985er. Ich konnte mir die Weine damals kaum leisten. Rancia 1990 war unnahbar und sündhaft teuer - für damalige Verhältnisse, aber ich wollte ihn im Keller haben. Und ich hatte mit diesem Wein den richtigen Riecher. Der Wein ist bis heute unglaublich. Es ist Chianti Classico in Perfektion. Und das schöne ist, die Qualität der Weine wird immer weiter getrieben. Giuseppe Mazzocolin und Franco Bernabei sind Qualitäts-Fanatiker. Auch nach Jahrzehnten im Business nehmen sie jeden Jahrgang als eine neue Herausforderung an. Seit nun die Neupflanzungen, mit denen man 1993 angefangen hat, in das entsprechende Alter kommen, scheint es einen weiteren Qualitätsschub zu geben. 2011 ist genial, 2012 vielversprechend und der 2013er Chianti Classico ist so schön, dass ich mich nicht entsinnen kann, eine solche Qualität beim normalen Annata schon je im Glas gehabt zu haben.

Felsina liegt in der ewigen Bestenliste des Gambero Rosso, auf Platz 8 in Italien und Platz 2 in der toskanischen Bestenliste. Bereits 28x Mal wurde in den letzten 26 Jahren ein Wein mit 3 Gläser ausgezeichnet. Und das mit nur zwei Weinen, die dafür in Frage kommen, dem Fontalloro und dem Rancia.

Euer Michael Liebert


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