Weintypen Ripasso - große Auswahl

 


Valpolicella, Valpolicella Superiore & Valpolicella Ripasso?

was Sie schon immer über Valpolicella fragen wollten...

Valpolicella heißt so viel wie das "Tal der 1000 Keller". Heute ist es nicht nur ein Tal, sondern mehrere, und die Vielzahl an Weinen und Weinstilistiken ist immer noch faszinierend, aber auch verwirrend. Das Weinbaugebiet liegt nördlich bzw. östlich von Verona. Um die Begrifflichkeiten etwas zu vereinfachen, gibt es auch noch den Zusatz Classico. Damit wird bestätigt, dass der Wein aus dem ältesten Teil des Anbaugebietes und somit aus den Weinbergen der Gemeinden Negrar, Marano, Fumane, Sant'Ambrogio, S. Pietro in Carian kommt. Im Classico-Gebiet sitzen etliche der alten, sehr renommierten Produzenten. Es gibt tolle Weine, aber eben auch weniger tolle Classico. Und es gibt inzwischen auch außerhalb des Classico hervorragende Erzeuger.

Das Valpolicella & der Klimawandel

Die letzten Jahre habe es gezeigt. Es sind immer wieder die Erzeuger im Vorteil, deren Weinberge hoch gelegen sind. Die Qualitätsunterschiede zwischen den Lagen im Tal und den Weinbergen oben auf den Kuppen der Hügel sind oft frappierend. Es sind bis zu 500 Meter unterschied in der Höhe. In den hochgelegenen Weinbergen reifen die Trauben langsamer, die Weinberge sind besser durchlüftet, da mehr Wind. Ein großer Vorteil in einem verregneten Sommer, wie 2014. Außerdem reifen die Trauben später aus und somit hat man gute Chancen, dass man das meist stabile Herbstwetter noch gut nutzen kann, um ausgereifte, trockene Trauben zu lesen.

Valpolicella Ripasso, Valpolicella Superiore Ripasso bzw. Valpolicella Classico Superiore Ripasso

Valpolicella ist die Region, Ripasso ist die Technik, bei diesem Wein eine zweite. Gärung einzuleiten. Den Zusatz Superiore darf er führen, wenn er etwas mehr Alkohol besitzt und den Zusatz Classico, wenn er aus einer der fünf Gemeinden im alten Teil des Anbaugebietes kommt. Beides ist nicht unbedingt ein Hinweis auf bessere Qualität. Einige der besten Weine kommen eben nicht aus dem Classico und welcher Alkoholgehalt der richtige ist, entscheidet der Weinmacher und der Weintrinker und nicht der Gesetzgeber.

Traditionell hat man den Trester des Amarone verwendet, um die 2. Gärung des Ripasso einzuleiten. Das heißt man hat im Herbst ganz normal ein Rotwein gemacht. Wenn im September die Weinlese ist, wird dann der Wein auch gleich eingemaischt und vergoren. Nach etwa 2-3 Wochen hat man einen fertigen Rotwein. Der liegt dann im Tank, bis der Amarone so weit ist. Das kann bis ins Frühjahr dauern. Denn nach der Weinlese werden die Trauben auf dem Dachboden getrocknet. Das braucht viel Zeit, es sind mindestens 120 Tage vorgeschrieben. Und dann erst wird der Amarone eingemaischt. Die Gärung läuft in diesem Fall sehr langsam, da der Zuckergehalt so hach ist. Richtig in Schwung kommt die Gärung oft erst, wenn es wieder etwas wärmer wird im Keller. Und so wird oft erst im März oder April abgepresst. Und erst wenn ich den frischen Trester des Amarone habe, kann ich die zweite Gärung, das Ripasso machen. In dem Trester, in dem was nach dem Abpressen übrig bleibt, ist immer noch viel Zucker und eben auch jede Menge Aromen. Wenn man nun den frsischen Amarone-Trester in den Tan mit dem eigentlich fertigen Wein gibt, fängt der Wein nochmals an zu gären. Und noch wichtiger der Wein zieht alles an Aromen aus dem Trester, was noch da ist. Der Wein wird deutlich kräftiger, stoffiger und aromatischer.

In den letzten Jahren hat man das Verfahren modifiziert. Damit die Ripasso noch mehr Frucht und weniger Bittertöne bekommen, nimmt man für das Ripasso nicht den Trester sondern gleich einen Teil der getrockneten Trauben. Da ist noch alles an Aroma vorhanden, was die Beeren zu bieten haben, keine Bitterstoffe und somit sind diese Ripasso noch füllig, noch dichtiger, noch aromatischer.

Valpolicella Superiore bzw. Valpolicella Classico Superiore

Für diesen Wein werden die frischen Trauben verwendet, Kein Antrocknen (appassimento), kein Ripasso. Ein Valpolicella Superiore ist die pure Frucht. Und damit diese Frucht so richtig schön zur Geltung kommt, braucht man natürlich perfektes Traubenmaterial. Die Trauben werden eingemaischt und vergoren. Die Qualität des Weines hängt also einzig und allein an der Qualität der Trauben. So gibt es unter dieser Bezeichnung viele einfache Weine, die wirklich nur die gesetzlichen Bestimmungen für den Begriff erfüllen. Ein Valpolicella Superiore, wie der von Quinitarelli, dal Forno oder eben auch von Le Guaite zählen dagegen zu den großen Weinen Italiens. Sie haben gemeinsam, dass diese Weine zwar viel Kraft besitzen, sehr Dicht in der Aromatik sind und doch eine unglaubliche Frische, eine unglaubliche Saftigkeit besitzen. Ein Kombination, wie man es in dieser Perfektion, sonst nirgends auf der Welt findet. Wie immer in der Region ist der Wein ein Cuvee aus Corvina, Rondinella und Molinara. Rebsorten, die nur hier im Valpolicella wachsen.

ich bin ja persönlich ein totaler Ripasso-Fan, da ein guter Ripasso immer passt, wenn man ein schönes Essen auf dem Tisch hat. Und hinterher auf dem Sofa schmeckt er auch noch. Wir sind fast ausverkauft. Steffen Maus hatte den entscheidenden Tipp , wer von den Top-Winzern


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