Weinklassiker Bioweine

Bio-Wein - ökologischer Anbau - koscherer Wein

und was ist der Unterschied zum normalen Wein?

Bio-Weinbau ist gut, da sind wir uns Sommeliers alle einig. Skeptisch sehen wir das Marketing-Argument Bio-Wein. Mit Qualität hat BIO nicht's am Hut. Die Qualität der Weine wird nicht kontrolliert. Das einzige was zertifiziert wird, sind gewisse Abläufe und Prozesse im Weinberg und im Keller. Ob die Trauben schmecken, die da in dem Bio-Rebstock hängen, das interessiert in dieser Szene nicht. Ob der Weinmacher im Keller ein Händchen dafür hat, die Aromen rauszukitzeln, das interessiert nicht. Hauptsache BIO und Hauptsache billig, das fällt uns auf, wenn wir die Szene beobachten.

Als Sommeliers mache ich es genau anders rum. Zuerst verkoste ich die Weine und dann schaue ich, wie der Wein produziert wird und unterhalte mich mit dem Winzer. Pflegliche Umgang mit der Natur und mit den Ressouren des Winzers ist die entscheidende Grundlage eines jeden Winzers. Ob er nun Geld für die Zertifizierung ausgibt oder nicht. Und so waren wir überrascht, wie viele Bio-Weine in unseren Kollektionen zu finden sind.

Der Weinlakai hat die Frage nach einem Bio-Wein herrlich emotional und persönlich beantwortet: "Aus meiner Sicht ist das Bio-Label völlig inflationär. Sobald eine Zertifizierung bei der Auslobung eines Weines in den Vordergrund gestellt wird ist dies für mich eher ein Warnsignal.

Ich habe in den letzten Jahren sehr viele Winzer in ganz Europa, ja in der ganzen Welt kennenlernen dürfen. Keiner davon hatte das Hauptziel eine möglichst große Menge zu produzieren, sondern immer stand die Qualität im Vordergrund. Und dass hierfür ein möglichst naturnahes Vorgehen die größte Hilfe ist war ausnahmslos allen klar. Wenn sie es geschafft haben, ihre Überzeugungen in die Flasche zu bringen und der Wein so richtig gut war, so war es für mich zweitrangig, ob sie ihre Arbeit zertifizieren ließen oder nicht."

Euer Michael Liebert


 


und noch ein paar Ideen...


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