so schmeckt's kernig & rustikal

Zünftige Brotzeit Wenn der Gaumen zum Tanzen aufgefordert wird...

...die kraftvollen Begleiter zu deftiger Küche...

Für Michael Liebert gibt es "Schmeichler" und vollendete Gentlemen unter den Weinen. Wenn er aber einem Wein das Attribut "kernig" zuspricht, dann denkt er wohl eher an einen "kernigen, rauen Naturburschen". Es heißt ja nicht, dass dieser Wein nicht doch über ein weiches Herz verfügt. Seine raue Schale kann ja durchaus liebenswert sein, jedenfalls sollte man damit umzugehen wissen. Und wie bei fast allen trocken ausgebauten Weinen liegt der Schlüssel zum perfekten Weingenuss in der richtigen Kombination von Wein und Speise. Kraftvolle Speisen, pikante Würze oder auch prägnante Säure im Essen fordern geradezu nach einem robusten Wein.

Ob ein Wein 'kernig & rustikal' schmeckt, wird zunächst davon bestimmt, aus welcher Rebsorte der Wein bereitet wurde. Tanninbetonte Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc oder auch der noble Nebbiolo aus dem Piemont brauchen viele Jahre, um harmonisch zu schmecken und die perfekte Genussreife zu erlangen. Gerne wird hier beim Ausbau mit Holzfässern der geschmackliche Einfluss des Holzes genutzt, der die hervorstechenden Tannine etwas abmildert. Es kann aber auch am Ausbau des Weines selbst liegen, dass ein kerniger und rustikal wirkender Stil vorherrscht: manche Winzer lassen ihre Weine ganz bewusst nicht mit Holz in Kontakt kommen und erreichen mit einem Ausbau im Stahltank oder in Beton, dass eine besonders fruchtbetonte Stilistik entsteht. Wer sich wundert, dass ein toskanischer Rosso oder ein französischer Cote du Rhone so ungewöhnlich rustikal schmeckt, sollte die Brücke zur dortigen Küche schlagen: bei vergleichsweise deftiger Regionalküche relativiert sich der robuste Auftritt eines Weines sehr schnell....

Cabernet Franc der Extraklasse:

Collector de Leoube 2012

 


und noch ein paar Ideen...


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