Aus Spanien Javier Sanz - Rueda

 


Das Weingut

Der umtriebige Javier Sanz hat es sich zur Aufgabe gemacht, den festgefahrenen Ruf der D.O. Rueda nachhaltig zu verbessern. Als relative Neuheit auf dem Weltmarkt haben sich die Rebsorte Verdejo aus Kastilliens berühmtesten Weißweingebiet als gute und preisgünstige Alternative zu Sauvignon blanc herausgestellt. Doch so richtig nach oben mag es nicht gehen, allen voran liegt das auch an einem frischen und einfachen Stil, eben etwas zu unkomplizierten Stil der Weine. Eindimensionale Fruchtigkeit und möglichst wenig Widerstand am Gaumen, daher relativ schnell langweilig.

Nun ist es aber so, dass man auch vielschichtige und spannende Weine aus dieser Alten Rebsorte gewinnen kann. Und genau das ist es, was Javier Sanz und sein modernes Team in La Seca nahe Valladolid unternimmt. Gute 100 ha in der kastillischen Hochebene bewirtschaftet das Weingut. Das hört sich nach mehr an als es ist, denn die Pflanzdichte ist in diesem von Trockenheit bedrohten Gebiet nicht besonders hoch und wenn man bedenkt, dass das Augenmerk auf alte Rebstöcke und Rebsorten gerichtet ist, wird einem bewusst, dass wir es hier mit einem Winzer zu tun haben, der nach Qualität und nicht nach Quantität strebt.


 

Die Besonderheit

Javier Sanz kann sich glücklich schätzen eine alte und fast ausgestorbene Verdejo-Varietät neu belebt zu haben. Man nennt sie die Malcorta, die "schlecht Geschnittene" oder "schlecht zu Schneidende". In der D.O. Rueda war die ertragsschwache Sorte früher sehr verbreitet, doch ihre Unwirtschaftlichkeit bei der Ernte führte dazu, dass man sie ausriss und mit anderen "einfacheren" Verdejo-Klonen ersetzte. Javier Sanz kennt sie aber seit Kindertagen und setzt aber auf dieses alte Rebmaterial, bringt Malcorta nämlich elegantere Aromen und etwas mehr an natürlicher Säure mit, was zu einem feinfühligen und präziseren Wein führt. Genau diesen Wein hat Michael Liebert zu Vipino geholt, um Ihnen auch mal ein besonderes Spanien zu bieten.


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