Aus Spanien Emilio Moro & Cepa 21 - Ribera del Duero

 


Zwei Weingüter - eine Familie

Emilio Moro

Mitten in Pesquera de Duero, einem der wichtigsten Weinorte in der Ribera del Duero erzeugt die Familie Moro schon seit langer Zeit außergewöhnlich gute Rotweine aus der Rebsorte Tempranillo (hier wird sie auch Tinto Fino oder Tinta del Pais genannt). Die Weine gehören nun schon jahrzehntelang zur Spitze Spaniens und das mit einer recht großen Produktion. Die Familie besitzt unzählige Weinberge in Toplagen selbst und stellt einen verlässlichen Partner für viele Traubenlieferanten dar. Aktuell federführend ist José Moro, der das traditionelle spanische Qualitätsstufenmodell Crianza, Reserva und Gran Reserva Ende der 90er abgeschafft und nur noch einen "Emilio Moro" herstellen lässt, was der Durchschnittsqualität und der verfügbaren Menge zugute kommt. Auf den einfachen Finca Resalso, folgt der Emilio Moro als Herzstück der Produktion und darauf aufbauend ein Terroirkonzept mit dem Malleolus, der aus alten Weingärten stammt und zwei Einzellagen Valderramiro und Sanchomartin. Traditioneller Stil aber mit moderner Denke.


Cepa 21

Mit einem der spektakulärsten Kellereineubauten haben die Moro-Brüder die moderne Weinbereitung in der Ribera del Duero in das neue Jahrhundert geführt. Cepa 21 ist von Anfang bis Ende penibel durchdacht um Ästhetik und Funktionalität in der Weinwelt miteinander zu veschmelzen. Das Ziel ist ein anspruchsvoller und durchweg moderner Wein. Aber keine holzüberladenen Extraktmonster entstehen hier, was man unter dem Lemma modern verstehen könnte. Bei Cepa21 werden extrem trinkfreudige Rotweine auf die Flasche gebracht, die Frische, Intensität und Balance perfekt miteinander verbinden, und das bei kaum spürbaren Säure. Schmeckt einfach jedem!


Was gefällt mir an den Weinen?

Mir gefällt die Arbeit der Moro-Brüder besonders gut, weil sie Top-Qualitäten für jeden zugänglich machen. Eben auch in solch großen Mengen, dass man nicht von Boutique-Winery oder Garagenweingut sprechen kann. Das ist nämlich die Kunst, kleine Mengen guten Wein kann jeder machen. Hier stimmt einfach alles, auch dass dem Kunden die Wahl gelassen wird. Wer es kraftvoll traditionell spanisch will, möge bitte den Emilio Moro wählen, die internationalen Modernisten und Szenetrinker sollten lieber zum Cepa 21 greifen.

Euer Michael Liebert


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