Aus Italien Marchesi di Barolo - Barolo

Die Familie Abbona und ihre lange Tradition

Die Geschichte des Weinguts

Es beginnt 1807 mit der Hochzeit des Markgrafen von Barolo, Carlo Tancredi Falletti, und der französischen Adligen Juliette Colbert di Maulévrier, einer Enkelin des berühmten französischen Finzanzministers. Juliette erkannte das Potenzial der Weine in Barolo und holte den französischen Önologen Louis Oudart ins Piemont, der den bis dato süßen Rotwein durchgären ließ.

Es war ein neuer Wein entstanden: Barolo - eine kraftvoller, markanter Rotwein mit einem irren Potenzial. Dieser Wein schmeckte dem piemontesischen König so sehr, dass der Barolo in Folge dessen mit dem Beinamen "Wein der Könige und König der Weine" bedacht wurde.

1864 stirbt Juliette und die Dynastie der Falletti bleibt ohne Erben. Um Ihre karitative Arbeit zu würdigen -Juliette war in der Armen- und Kinderfürsorge sehr tatkräftig gewesen- wird ein Spital gegründet, die Opera Pia Barolo. Finanziert wird das Spital durch die angeschlossene Cantina. Mit Wein finanzierte man auch hier die Wohltätigkeit.

Kurze Zeit später übernimmt Pietro Abbona, dessen Familie bereits ein Weingut besaß, die Führung des Spitals und kümmert sich um die Cantina. Er macht den Barolo international bekannt und schwingt sich zum Patriarchen des Barolo auf. Das Weingut Marchesi di Barolo bleibt bis heute fest in der Hand der Familie Abbona.


Fünfte Generation und die sechste in den Startlöchern

Anna und Ernesto Abbona stehen heute an der Spitze des berühmten Weinguts. Sie sehen ihre Aufgabe als Übersetzer und Interpretatoren eines einzigartigen Terroirs für Rotwein. Mit 200 Hektar ist das Weingut eines der größten in der Region und hat den Ruf des Barolos in alle Kontinente gebracht. Die Tochter Valentina ist hierfür ständig als Vertriebs- und Marketingleiterin unterwegs, wohingegen ihr jüngerer Bruder Davide den Weg des Önologen einschlägt. Der Generationsübergang wird langsam und schrittweise vollzogen. Das Familienunternehmen funktioniert hervorragend mit dieser Arbeitsteilung und wird in den folgenden Jahren noch viel zu erzählen haben.



Was gefällt mir an den Weinen?

Ich weiß auch nicht, warum bei den Barolo des Hauses immer ein wenig Ehrfurcht mitschwingt. Die Weine strahlen eine unglaubliche Ruhe aus und es ist einfach ein Vergnügen, an so einer Flasche den Korkenzieher anzusetzen. Es ist, als ob man etwas von dieser langen Geschichte mit einatmet und dazu gibt es einen tollen Wein und der ist traditionell, aber absolut zeitgemäß...

Euer Michael Liebert


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