Aus Italien Gianni Gagliardo - Barolo

 


Poderi Gianni Gagliardo

Moderne Ideen - traditionelles Handwerk

Das Weinmachen gehört zur Familie Gagliardo schon seit 1847. Doch erst Mitte des 20. Jahrhunderts tritt es als eigenständiges Weingut auf, genauer gesagt wird 1974 angefangen die Weine selber abzufüllen. Heute ist Stefano (im Bild) federführend. Alle Weinberge werden selber bewirtschaftet, nichts wird hinzugekauft um von Anfang bis Ende, also vom Austrieb bis zur Abfüllung, alle Schritte überwachen zu können und ihre Idee von konsequenten Weinmachen zu verwirklichen. Es geht ihnen um die Suche nach Eleganz und Balance. Das Weingut sitzt in La Morra, doch der Weinbergsbesitz ist au sehr viele Parzellen in Einzellagen verstreut. Der wichtigste Teil davon befindet sich in Serralunga d'Alba, wo sie einen beträchtlichen Teil des Filetstücks des berühmten Lazzarito inne haben. Aber nicht weniger bekannt sind Castelleto, Monvigliero, Mosconi und Fossati. Jedoch machen sie es nicht wie die meisten Barolowinzer, die dann jede Parzelle in verschwindend geringen Mengen einzeln auf die Flasche bringen, um die Preise hochzuhalten. Bei Gianni Gagliardo werden die einzelnen Parzellen getrennt vinifiziert und ausgebaut, aber der allergrößte Teil geht in den Barolo Classico, somit ist dieser Wein als Basis-Barolo versorgt mit hervorragendem Traubenmaterial. Nur beim Lazzarito und Castelleto macht man eine Ausnahme. Hier hat man eben auch die Menge um eine vernünftige Anzahl an Flaschen auf den Markt zu bringen. Diese Vorgehensweise hat mir sehr gefallen und die Qualität ist atemberaubend. Die Weine sind sehr lagerfähig, machen aber jetzt schon Spaß. Und eine weitere Besonderheit ist der Weißwein Fallegro, auf dem man richtig stolz ist.


Was gefällt mir an den Weinen?

Stefano hat mir schon durch seine Begeisterungsfähigkeit gefallen. Er redet viel und ist durch und durch Überzeugungstäter. Was dabei rauskommt ist atemberaubend und ich war ganz verdutzt, dass die Weine in Deutschland fast gar nicht zu finden sind. So viel Kraft und Frucht und trotzdem bewahren sie diese stolze Herbheit des Nebbiolo. Von diesem Weingut kann man in Zukunft noch vieles erwarten und ich bin froh dem Tipp von James Suckling gefolgt zu sein.

Euer Michael Liebert


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