Paula Bosch Weinland Südafrika

 


Weinland Südafrika

Vor mehr als zwanzig Jahren habe ich Südafrika als eine der schönsten Weinlandschaften der Welt kennen gelernt, habe mich quasi aus dem Stand in das Land und seine Menschen verliebt. Diese leidenschaftliche Liebe ist bis heute so geblieben.

Nicht in jedem Jahr schaffe ich eine Reise dorthin, aber 2016 habe ich es gleich zweimal geschafft, im April und Oktober und war dort mehr als fünf Wochen auf Achse, bin von Weinregion zu Weinregion, von Weingut zu Weingut gepilgert, habe unzählig viele große, sehr gute und gute Weine verkostet und natürlich auch getrunken. Meine zwei spektakulärsten Erlebnisse in diesem Jahr waren für mich, a) die Mitwirkung bei der Weinselektion 2017 für die Weine an Bord der SAA organisiert von Bennie Howard, und b) ein privates Dinner bei Lara Philip mit Rosa Kruger und Eben Sadie. Lara ist Die Weinhändlerin am Kap, kennt jeden Winzer und Wein mit Format, Rosa gilt als Rebenflüsterin mit Kultstatus des Landes und Eben Sadie ist für mich nicht nur der sympatischste, sondern auch Beste Weinmacher, die Nummer Eins Südafrikas. Eben gilt schon heute als lebende Legende mit viel Geist, Herz und Gefühl, nicht nur für seine großartigen Weine.
Der südafrikanische Weinbau profitiert von Menschen wie Rosa Kruger, Lara Philip und Eben Sadie in ganz besonderem Maße. Aber durch seine natürlichen Gegebenheiten, wie der vorteilhafte Lage seiner Weinberge, deren so unterschiedlichen Böden und den vielen uralten Rebstöcken in weiterem Sinne noch viel mehr. Die Nähe zum Wasser beschert den Reben zum Teil eine täglich frische Meeresbrise vom Atlantischen und Indischen Ozean zugleich. Im Hinterland eine alles überragend hohe Bergkette, welche die weiten Täler vor Wind und Wetter schützt. In dieser unbeschreiblich schönen Natur und auf den ersten Blick scheinbar heilen Welt, gibt es jedoch wie überall Probleme, das allergrößte aber hier in Südafrika ist die große Wassernot im ganzen Land. Nach dem dritten dürren, trockenen Jahr ächzt jeder Weinberg und Winzer unter dieser Last. Und wenn wir Weinfreunde dann immer noch glauben Weine von dort müssen möglichst billig sein, haben wir uns schwer geirrt.
Begrenzte und Kleinstmengen sind bei den erstklassigen Weingütern, Kleinstbetrieben, Garagewinerys und Newcomern der Next-Generation, keine Ausnahme eines Jahrgangs, sondern Dauersituation. Dass sich das mit ein paar Cent mehr auf den Flaschenpreis auswirken muss versteht sich von selbst, ist aber bei den Preisen vor Ort nicht wirklich von Bedeutung.

So empfehle ich hier wie überall, erst zu probieren und dann überlegt zu entscheiden. Mich haben die von meinem ehemaligen Tantriskollegen ausgewählten Weingüter, Wineladies und Macher begeistert, dafür Dankeschön und hier für meine Weinfreunde bei VIPINO daraus eine kleine, feinste Selektion.



Ihre Paula Bosch