Das Familienweingut Lornano kann nicht nur auf eine stolze Geschichte zurückblicken, sondern gehört als Gründungsmitglied des ‘Consorzio del Marchio Storico Chianti Classico Gallo Nero’ auch zu den wesentlichen Protagonisten, die sich um den Erhalt des klassischen Chianti-Weins verdient gemacht haben. Das Weingut Lornano ist seit 1904 im Besitz der Familie Pozzoli. Heute wird das Weingut von Nicolò und Galileo Pozzoli in der 4. Generation geführt.
 

Lornano ist ein klassischer Agrar-Mischbetrieb mit 180 Hektar Fläche, von denen 49 Hektar mit Rebstöcken bestockt sind. 80% der Rebfläche sind mit verschiedenen, penibel selektierten Klonen der Sangiovese-Traube bepflanzt, die traditionell die wichtigste Rebsorte in der Toskana ist. Die restlichen 20% Rebfläche von Lornano sind überwiegend mit Merlot und Cabernet Sauvignon bepflanzt, in geringen Mengen gibt es noch Trebbiano und Malvasia.


Es wird bei Lornano ausschließlich Weine aus Trauben eigener Weinberge verarbeitet. Im modernen Weinkeller wird temperaturüberwacht in Edelstahltanks vergoren. Der spätere Ausbau und die Reifung erfolgt in französischen Eichenfässern.
 

2010 brachten Nicolò und Galileo Pozzoli unter tatkräftig beratender Unterstützung der Önologen Franco und Matteo Bernabei eine komplette Restrukturierung des Weinguts Lornano auf den Weg, die einen erheblichen Qualitätssteigerungssprung zum Ziel hatte. Es wurde ein neuer Barrique-Keller angelegt und ein neues Lager. Der Aufwand hat sich gelohnt: seit Jahren geht es mit den Weinen der Pozzoli-Brüder steil bergauf. So wurde der 2013er Chianti Classico DOCG Lornano im Jahr 2017 von Luca Maroni mit sagenhaften 97 Punkten ausgezeichnet und war damit der beste Chianti des Tastings.


 

05.11.2018 17:13 von VIPINO / Victor Baumann

 

Seit nunmehr über 30 Jahren prägt der gebürtige Römer Luca Maroni die italienische Weinwelt wie kein zweiter Weinkritiker unter seinen Landsleuten. Er selbst ist mit seinen Bewertungen ebenso wie sein von ihm eigens entwickelten Bewertungssystem polarisierend, aber er ist zweifellos immer der sich bessernden Weinqualität verpflichtet und hat von daher seit vielen Jahren einen enormen Einfluss darauf wie Wein in Italien entsteht und anschließend bewertet wird.

Luca Maroni


Zunächst wurde der Quereinsteiger in den 80ern als schreibender Autodidakt tätig, für das Magazin ‘L’Etichetta’, später gründete der mit ‘Ex Vinis’ Italiens ersten weinbezogenen Newsletter. Anfang der 90er Jahre wurde Luca Maroni Herausgeber des ‘Taster of Wine’, einem Magazin, das sich mit Wein und Weinverkostung auseinandersetzt. Seit 1993 veröffentlicht Luca Maroni den ‘Annuario del Vini Italiani’, einen speziellen Report über die Weinproduktion in Italien. Seit 1996 schließlich erscheint mit Luca Maronis ‘Guida del Vini italiani’ ein jährlicher Führer, der sich zum Standardwerk in der italienischen Weinbranche entwickelt hat.

 

LUCA

Luca Maroni war es immer wichtig, das manchmal verkopft oder bewusst unzugänglich beschriebene Thema Wein einer breiten Masse von weininteressierten Menschen verständlich werden zu lassen. Maronis Buch ‘La Piacevolezza del Vino’ (in etwa ‘Die Umgänglichkeit des Weines’) aus dem Jahr 2000 beschreibt eine von ihm entwickelte Verkostungs- und Bewertungsmethode, die ganz bewusst vielen bis dato uninformierten Weininteressierten die komplexe Weinwelt erschließen soll. Die parallel entstandene Internetseite www.lucamaroni.com ist mit über 320.000 Seiten die weltgrößte Internetseite, die sich mit Wein beschäftigt.

In den Jahren zwischen 1988 und 2016 hat Luca Maroni über 300.000 Weine verkostet…. Nach seinem Punktesystem werden Weine mit maximal 100 Punkten bewertet. Weine, die von Luca Maroni hoch bewertet wurden finden Sie HIER.

 
02.11.2018 15:38 von VIPINO / Victor Baumann

Ammasso nennt sich eine Ausnahme-Cuvée aus dem Hause Barone Montaldo. In ihr lebt eine alte Weinbautechnik wieder auf, die für konzentriertesten Fruchtgeschmack steht.

Nach der aufwändigen Handlese wird ausschließlich makelloses Traubengut über viele Wochen in einer Reifekammer gelagert und belüftet, so dass sie nach und nach langsam eintrocknen und sich damit die Aromen in den Beeren konzentrieren. Auf dem liebevoll gestalteten Rückenetikett einer jeden Flasche Ammasso wird dieses ungewöhnliche Verfahren nochmal im Detail erklärt, damit der Weingenießer auch erfahren kann, wieviel Aufwand bei der Entstehung dieses Ausnahme-Weins getrieben wird.
 

 

Das Bouquet ist atemberaubend: dunkle Schokolade, Waldbeeren und rote Früchte einerseits, aber auch Eleganz und Finesse am Gaumen, so dass der Ammasso keineswegs überladen wirkt. Seine Struktur ähnelt nicht von ungefähr an einen guten Amarone, der ja in seiner Entstehung einen ähnlichen Produktionsprozess durchläuft. Mit seinem kraftvollen Aromenprofil passt er ideal zur würzigen süditalienischen Küche. Die perfekt abgestimmte Cuvée aus den beiden autochtonen Rebsorten Nero d’Avola und Nerello mascalese einerseits und den beiden französischen Rebsorten Merlot und Cabernet Sauvignon andererseits erreicht genau die wünschenswerte Balance aus Kraft und aromatischer Vielschichtigkeit.
 

 
02.11.2018 14:39 von VIPINO / Victor Baumann

Das Weingut Feliciana liegt in den sanften Moränenhügeln südwestlich des Gardasees. Der umtriebige Winzer und Gastgeber Massimo Sbruzzi hat ein kleines Juwel aufgebaut und schafft es zudem, im Weingut Feliciana sehr eigenständige, von Würze geprägte Lugana-Weine zu erzeugen, die vielfach ausgezeichnet wurden und in Wettbewerben immer vorne dabei sind. Die Böden, auf denen die Rebanlagen des Weingut Feliciana stehen, sind von Ton und Kalk durchzogen, was den Weinen eine frische Aromatik und filigrane Mineralität mitgibt. Die Feliciana-Weine von Massimo Sbruzzi machen den Gaumen nicht müde und sind wunderbar ausbalanciert.



Neben dem klassischen Lugana, der im Weingut Feliciana Felugan heisst, gibt es einen charaktervollen Weißwein namens Torfel, der aus San Martino della Battaglia stammt und über ganz ähnliche geologische Grundbedingungen wie der Nachbar Lugana verfügt, allerdings wird der Wein aus der Rebsorte Tocai Friulano gekeltert, eine Rebsorte, die es sonst nur im Friaul gibt. Der Wein ist deutlich fruchtbetonter und im Körper kraftvoller und am Gaumen schmelzend-cremig.


Neben den feinen Weißweinen des Weingut Feliciana, die den Schwerpunkt des Portfolios ausmachen, gibt es auch eine sehr eigenständige Rotweincuvée mit dem Namen Cebon. Hier werden die regionaltypischen Sorten Marzemino und Gropello mit den internationalen Sorten Cabernet Sauvignon und Merlot  sehr gelungen verheiratet. Darüber hinaus gibt es noch einen Chiaretto, der nicht als leichtes Sommer-Rosé-Weinchen daherkommt, sondern auf Basis der alten Rebsorten Gropello und Marzemino würzig und gehaltvoll schmeckt.


26.10.2018 15:37 von VIPINO / Victor Baumann

Die Tenuta Sant’ Antonio in Colognola ai Colli nahe Verona ist bekannt für ihre leicht zugänglichen, unkomplizierten Weine, die modern, aber geschmacklich präzise mit verlässlicher Qualität seit vielen Jahren den Weinmarkt bereichern.



Unter dem Namen Scaia bringt die Tenuta Sant’ Antonio junge und frische Cuvées auf den Markt, die eine Hommage an das venezianische Terroir darstellen sollen, von welchem die Weine geprägt werden. Im venezianischen Dialekt heisst Scaia Stein-, Kreide und Kalksteinskala und nimmt damit die vielseitig der Bodenbeschaffenheit auf, die für eine gewisse Mineralität im Wein sorgt.


Die Weinberge liegen auf dem Kamm der sanften Hügel ganz in der Nähe der Alpen und östlich des Gardasees. Für die Scaia-Weine wurde ganz bewusst ein eigener, frischer und moderner Stil der Weinbereitung gewählt, der sich von den klassischen Weinen Soave und Valpolicella klar unterscheidet. Dafür wurden die Scaia-Weine ausschließlich im Stahltank ausgebaut. Um besseren Extrakt zu erzielen, wird das Traubengut leicht getrocknet verarbeitet.



Die weiße Scaia-Cuvée wird aus Garganega, Chardonnay und etwas Trebbiano di Soave bereitet, der Scaia-Rosé aus duftigem Rondinella und die rote Scaia-Cuvée namens Paradiso aus Corvina und etwas würzigem Cabernet Sauvignon. Alle drei Scaia-Cuvées sind ein Musterbeispiel, wie gut gelungen perfekt abgestimmte Veneto-Weine sein können, und das noch zu einem Preis, der außergewöhnlich niedrig ist.


24.10.2018 16:46 von VIPINO / Victor Baumann

Ganz unten am Stiefelabsatz Italiens liegt die von der Sonne verwöhnte Region Apulien.

Dort ist es durch die klimatischen Rahmenbedingungen vergleichsweise einfach, sauber guten Wein zu produzieren. Das ökologisch arbeitende Weingut Zensa geht diesen Weg mit der klassischen Alberello-Buscherziehung der Rebstöcke, die zwar einen sehr geringen Ertrag erbringt, aber dafür bestes Traubengut mit sehr hohem Extrakt.



Hier entstehen Weine, die viel dichte Frucht haben. Die Paraderebsorte Primitivo ergibt fast schwarze Weine, die Aromen von Schokolade, Pflaumen, Schwarzkirsche und kräutrige Noten vereinen. Das Weingut Zensa achtet penibel auf präzise Verarbeitung. Die Lese bei Zensa erfolgt ausschließlich von Hand und es erfolgt später im Weingut nochmals eine penible Selektion des Traubenguts. Den Vorgaben des ökologischen Weinbaus folgend verzichtet man im Weingut Zensa komplett auf den Einsatz synthetischer Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger.



Beim Weingut Zensa konzentriert man sich auf die regonaltypischen Rebsorten Süditaliens wie Primitivo und Nero d’Avola sowie die sehr alte autochthone Weißweinrebsorte Fiano, die schon zu  Zeiten der Römer angebaut wurde und derer Qualitäten man sich jetzt beim Weingut Zensa wieder bewusster wird.


24.10.2018 16:36 von VIPINO / Victor Baumann

Der Quota 29 ist das stärkste Pferd im Stall der Kellerei Menhir. Der Ausnahmebetrieb hat sich in Apulien und weit über die italienischen Grenzen hinaus einen großen Ruf für Weine gemacht, die nach dem Firmencredo “erschwinglich für jeden” sein sollen. In vergleichsweise kurzer Zeit haben Gaetano Marangelli und Vito Angelo ihren Traum vom eigenen Wein erfüllt und sind im Jahr 2000 an den Start gegangen. Heute gehört die Kellerei Menhir zur ersten Adresse in Apulien, wenn es um optimales Preis-Genuss-Verhältnis geht.



Dabei setzen die beiden Weinverrückten durchaus auf traditionellen Weinbau mit hohem Anteil an Handarbeit. Die Trauben für Weine wie den Quota 29 stammen von bis zu 80 Jahre alten Rebanlagen, welche in der traditionellen Buscherziehung kultiviert werden, was zwar geringe Erträge, aber beste Traubenqualität erbringt.

Der Primitivo Quota 29 ist hier beispielhaft für das, was im Salento mit akribischem Fleiß, kompromisslosem Willen zu Qualität und besten Rebanlagen möglich ist.



Der Name Quota 29 wurde gewählt, weil der Weinberg mit den Primitivo-Reben 29 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Sehr südlich gelegen und in extrem heißem und trockenem Klima. Das Traubengut wird penibel von Hand selektiert und schonend vergoren, später zum Teil in kleinen Holzfässern ausgebaut. So entwickelt der Quota 29 sein einzigartiges Aroma reifer Früchte wie Kirsche und Pflaume sowie feiner Gewürze wie Nelke, Tabak und Zimt.

Wegen seines kraftvollen Geschmacks ist der Quota 29 auch ideal zu würzigen Grillspeisen und Kurzgebratenem.


24.10.2018 16:18 von VIPINO / Victor Baumann

Das apulische Weingut Schola Sarmenti ist in einer über Jahrtausende gewachsenen, vom Menschen geprägten Kulturlandschaft ein noch sehr junges Unternehmen. Es wurde  erst im Jahr 1999 von Lorenz Massa und seinem Weinmacher Alessandro Calabrese gegründet, und die beiden Idealisten haben die Jahrhunderte alte Weinkultur der griechischen Mönche für Schola Sarmenti zum Vorbild, die dereinst die Rebpflanzen aus ihrer Heimat im italienischen Süden kultivierten und damit die Grundlagen für die heutigen Qualitäten schufen.

23.10.2018 17:43 von VIPINO / Victor Baumann
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