Entdeckungen des Jahres 2018 Liebert - Weine des Jahres

 


Weine des Jahres - Entdeckungen

meine schönsten Entdeckungen - kleine Geschichten

Weißwein des Jahres

Michael Liebert mit Glas und ThunfischEs war ja mehr eine Laune, einfach mal die Lugana Top-10 zusammen zu stellen. Ich war vor Ort und hatte mich gerade quer durch die Region probiert. Schnell war klar, nicht nur Victor wollte wissen, welche Lugana man sich in den Keller legen sollte. Und der 2016er Jahrgang ist ja wirklich fantastisch.

Ich hab in diesem Jahr soviel Lugana probiert, wie noch nie in meinem Leben. Und so ist soll auch mein Weißwein des Jahres ein Lugana sein. Und zwar die ungewöhnlichste Entdeckung, der kleinste Winzer und der wohl traditionellste Lugana in meinen Top 10. Don Lorenzo ist einfach ein Unikat. Mit gut zureden, habe ich ihm seine letzte Palette vom 2016er abgeschwatzt.

Rotwein des Jahres

Der Nachfolge-Jahrgang vom Borgo dei Trulli - Primitivo 2015 Selezione, mein Rotwein des Jahres vom letzten Jahr, hätte wieder das Zeug zum Rotwein des Jahres. Der 2016er ist fast noch besser und das sehe wohl nicht nur ich so, wenn ich die Absatzzahlen höre. Er hat sich im Dezember sofort in die "Top 10 der Kunden" katapultiert. Aber Sie wollen ja mal wieder was anderes trinken...

Wie Sie wissen, war ich heuer mehrfach in Spanien unterwegs. Spannend was sich dort in der Weinwelt tut. Tolle Weine, zu angenehmen Preisen. Für mich spannend, es müssen nicht immer die jungen Winzer sein, es muss nicht immer ein neues Projekt sein. Auch bei den Klassikern, bei alteingesessenen Betrieben ist in Spanien gerade viel in Bewegung. Als Parade-Beispiel habe ich Emilio Moro ausgewählt. Mit CEPA 21, ihrer Bodega für das 21. Jahrhundert setzen sie Zeichen. Die große Überraschung war dann beim Verkosten der Klassiker. Kraftvoll, dicht, vollgepackt mit Frucht. Ich war überrascht, dass ich für diesen Preis bereits einen der großen Weine der Region im Glas hatte, somit glatte 100 Punkte von mir für das perfekte Preis-Genuss-Verhältnis des "Emilio Moro 2015". Meine Entdeckung des Jahres 2017.

Weinprobe des Jahres

Die tollste Verkostung des Jahres hatte ich im kleinen Keller von Stefano. Mit der Übergabe des Weinguts an seine Tochter Noemi, hat er seine Schatzkammer nicht nur für mich geöffnet. Es ist einfach unglaublich, wie jugendlich und saftig, auch sein Erstlings-Amarone, der 2002er sich heute präsentiert. Ihm gefällt, wie wir mit seinem Wein umgehen und so haben wir zusammen die Vertikale aus seiner Schatzkammer nochmals neu aufgelegt. In der neuen Version hat man seine ersten Jahre 2002-2004 und jetzt die aktuellen Jahrgänge 2007-2009. Victor hat eingekauft was da war, somit gilt, solange unser Vorrat reicht.

Spumante des Jahres

Der "Sprudel des Jahres" war gar nicht so einfach. Am liebsten hätte ich auf die Griesel-Sekte zurückgegriffen, aber das ist ja eine Entdeckung von Nicola Neumann, meiner lieben Sprudel-Kollegin. Toll, was sie da für VIPINO entdeckt hat.

Mein "Spumante des Jahres" sollte ja doch Italien sein. Und da musste ich wieder an meine unzähligen Lugana-Verkostungen denken. Fast jeder der Winzer bietet auch einen Spumante, also einen Sekt aus Lugana an. Kaum jemand macht das aber selbst. Sie lassen versekten. Große Ausnahme ist hier die Familie Olivini, die versekten selbst und zwar ganz traditionell als Flaschengärung, also die Technik, die man auch beim Champagner einsetzt. Den Unterschied schmeckt man, somit für mich ganz klar die N° 1, ein genialer Spumante und doch Lugana, trocken und doch ungemein sanft.


Danke für ein großartiges Jahr 2017

Ich habe wieder sehr viel probiert in diesem Jahr, ich war viel unterwegs und doch hat mir mein Job dieses Jahr so viel Spaß gemacht, wie schon lange nicht mehr. Die Freiheiten, die man als Sommelier bei VIPINO genießt und das überragende Feedback der Kunden tuten einfach gut. Sie glauben gar nicht, wie viele Tipps und interessante Weingüter ich von VIPINO-Kunden zugespielt bekomme. Und bei VIPINO lässt man mich einfach machen.

Früher wurde ich losgeschickt, um in einer bestimmten Region, in einer bestimmten Preisklasse etwas trinkbares zu finden. Immer wieder war der Preis das Kriterium. Keine Vorgaben bei VIPINO. Mit den "gemeinsam-Wein-kaufen"-Aktionen sind Sie es als Kunde, der entscheidet, ob ich es plausibel erklären konnte, warum es gerechtfertigt ist, dass ein bestimmter Wein oder Winzer auch mal einen Euro mehr verlangt.

Vielen Dank für die Tipps, für das Feedback und für das enorme Vertrauen in meine Weintipps. Auf ein spannendes 2018.

Euer Michael Liebert


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